Bürgerhaus Königstraße 8 (ehem. Eichenwald)

Das Bürgerhaus Königstraße 8 stellt eines der wenigen klassizistischen Häuser in der Stadt dar. Das Vorgänger-Gebäude an dieser Stelle der Stadt war im vorigen Jahrhundert im Besitz der Familie Bispinck. Nach dem Tode von Bertha Bispinck ging es in den Besitz von Dr. med. Heinrich Overhage über, der am 10. November 1895 beantragte, „an Stelle des von ihm angekauften größtenteils abgebrochenen Hauses einen Neubau zu errichten. Der Neubau solle in massivem Ziegelstein einstöckig aufgeführt werden, im Dachgeschoss aber noch verschiedene bewohnbare Räume enthalten.“
Schon bald nach dieser fast vollständigen Erneuerung des Gebäudes ging es in den Besitz des Juden Sally Rose über, der als Vieh- und Pferdehändler tätig war. Aus diesem Grunde ist dies Gebäude auch noch für die allgemeine Geschichte der Stadt von Bedeutung, heißt es in der Begründung für die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Horstmar. Er nahm in der Folgezeit zahlreiche Um- und Anbauten vor. Bereits 1921 ist der Jude Samuel Eichenwald Eigentümer des Hauses und beantragt den Umbau des im Haus vorhandenen kleinen Pferdestalles mit Tenne zu Wohnräumen und zugleich den Bau eines großen Pferdestalles neben diesem Gebäude. Dieser ehemalige Pferdestall ist das heute benachbarte Wohnhaus.
Auf Grund der politischen Entwicklung in Deutschland siedelt Samuel Eichenwald nach Almelo/Niederlande über. Sein Sohn Karl und dessen Ehefrau Grete, geb. Seligmann, und deren Kinder bleiben in Deutschland und wohnen bis zur Deportation am 6.7.1939 hier. Das Gebäude wird danach von der Stadt gekauft unter Abzug der Judenvermögensabgabe an das Finanzamt. Am 30.7.1945 meldet sich Grete Eichenwald, die als Einzige der Horstmarer Juden das KZ überlebt hat, sich wieder in Horstmar an, wohnt zunächst in der Stadtstiege und seit dem 1. 11. 1945 wieder in der Königstraße. Im Februar 1948 siedelt sie nach Chile über. Das Haus wurde dann Vertriebenen als Wohnung zur Verfügung gestellt; 1951 aber wieder an Margarete Davids verw. Eichenwald als Eigentum übereignet. Sie verkauft es dann im August 1954 an eine Horstmarer Familie.
Heute befindet sich, nach umfangreichen Umbauarbeiten in dem Gebäude ein Gesundheitszentrum.

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