Tourismustag mit vielen neuen Impulsen

„Wir haben 2015 ein touristisches Top-Jahr erlebt. Die Zahl der Gäste-Übernachtungen ist im Kreis Steinfurt um 8,2 Prozent gestiegen“, freute sich Bernhard Hembrock, 1. Stellvertretender Landrat, in seiner Begrüßungsrede zum Tourismus-Tag in der Bagno-Konzertgalerie. Alle zwei Jahre treffen sich die touristischen Akteure und Anbieter aus der Region auf Einladung des Kreises Steinfurt an wechselnden Orten um sich auszutauschen, neue Trends zu diskutieren sowie Angebote und Förderprojekte kennenzulernen. Dabei wird auch über den touristischen „Tellerrand“ geschaut, in die münsterländischen Nachbarkreise und die Niederlande. Auch der Stadtmarketingverien HorstmarErleben zeigte beim Tourismus-Tag Flagge. Im Bild die Eheleute Roters, Eigentümer des Hotel Restaurant Holskenbänd, Bernd Laukötter, Inhaber des Canu Camp Münster und Vorstandsmitglied von HorstmarErleben sowie Geschäftsstellenmitarbeiterin Regina Schmidt (von rechts).Tourismustag

Dass die Bemühungen um die Tourismusförderung Früchte getragen hat, belegte Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus beim Münsterland e.V.: „Im Zeitraum zwischen 2005 und 20015 stieg die Zahl der Übernachtungen im Münsterland kontinuierlich um gut 37 Prozent“. Damit liege das Münsterland deutlich vor anderen Regionen Nordrhein-Westfalens. Beeindruckend sei ebenso die Zahl von 50 Millionen Tagesbesuchern im Jahr 2015. „Keine andere Wirtschaftsbranche hat in den vergangenen Jahren im Münsterland einen solchen Aufschwung erlebt wie der Tourismus“, so Kösters. Der Brutto-Umsatz aus dem Tourismus-Bereich habe 2015 1,75 Milliarden Euro betragen. „Dennoch wird der Tourismus als Wirtschaftsfaktor immer noch unterschätzt“, bedauerte der Experte.
An Ideen, wie die zahlreichen, für auswärtige Gäste attraktiven Ziele und Angebote im Münsterland noch besser vermarktet werden können, mangelt es nicht. Insbesondere der bundesweite Trend zu Kurzreisen und die weiter steigende Beliebtheit des Reisens per Rad wirken sich für das Münsterland positiv aus. Besonders beliebt sind Naturerlebnisse. Die Tourismusexperten tauschten Ideen aus, wie man mit speziellen Angeboten auf diese Trends reagieren kann. Bernd Laukötter bietet mit dem Canu Camp zum Beispiel diverse kombinierte Rad-und Kanutouren auf Werse und Ems an.
Auf großes Interesse stieß der Vortrag zum Thema „Crowdfunding“, was am ehesten mit „Schwarmfinanzierung“ übersetzbar ist. Jules Vleugels vom Förderverein Saline Gottesgabe Rheine berichtete über seine Erfahrungen. Der Verein möchte an der historischen Saline von 1750 einen Glaspavillon mit einer „Schausiedepfanne“ errichten, damit Besucher die Salzproduktion miterleben können. Kosten: 145.000 Euro. „In jeder Menge verbirgt sich großes Potenzial, sie müssen es nur mobilisieren“, versicherte Vleugels. Beim Crowdfunding per Internet gehe es nicht darum, große Sponsoren zu finden, sondern viele kleine Unterstützer einzuwerben und so „den Schneeball ins Rollen zu bringen“. Unabdingbar seien eine ansprechende Projektbeschreibung und ein mitreißender Werbefilm. Nur so könne man Fans für sein Projekt finden und eine „Crowd“ bilden. Vleugels riet dazu, die finanziellen Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen. Dann bestehe die Gefahr, die Schwelle zu verfehlen. In diesem Fall müsse das Geld zurück an die Einzahler gehen. Dem Salinen-Förderverein ist es mittels Crowd-Funding gelungen, als Anschubfinanzierung 15.000 Euro zu generieren.

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